Sanmat - Spirituelle Frauenarbeit in Berlin

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Sanmat- Spirituelle Frauenarbeit in Berlin:

Beratungsangebote, Therapieangebote, Gruppenangebote, Seminare für Frauen, die Probleme mit ihrem Frausein

Schamanismus

 

Die Schwitzhütte

 

Die Schwitzhütte war bei den Indianern Nordamerikas wie auch bei allen anderen Völkern der nördlichen Erdhalbkugel weit verbreitet und diente der zeremoniellen Reinigung, sowie der physischen Gesunderhaltung und Heilung bei Erkrankung.

 

Das Ritual

 

Das Schwitzhüttenritual beginnt mit der gemeinsamen Vorbereitung: Holz suchen (für ein großes Ritual-Feuer, das mehrere Stunden kräftig brennen muss), Steine suchen, Schwitzhütte mit Decken verschließen, Feuerplatz vorbereiten, Holz und Steine kunstgerecht aufschichten.

 

Für den Ablauf des Schwitzhüttenrituals ist die Ritualleiterin verantwortlich, die die Regeln und Bedeutungen interpretiert und sie variieren kann.

 

Die Hüterin des Feuers oder Feuerfrau ist die zweite Zeremonienmeisterin und verantwortlich für Aufbau, Entzünden und Unterhalten des Feuers und später für den Transport der Steine und den Schutz der Zeremonie von außen. Sie leistet eine verantwortungsvolle, harte und schweißtreibende Arbeit. Das Entzünden des Feuers wird von der Gruppe mit Trommeln, Gesang und Gebet begleitet.

 

Nach einer Pause (bis das Feuer die Steine zum Glühen gebracht hat) beginnt die eigentliche Schwitzhütte mit einer rituellen Reinigung der Teilnehmerinnen durch Räuchern. Vor dem Betreten der Schwitzhütte werden dann die Kleider abgelegt und Schmuck und Opfergaben auf einen Altar gelegt. Auch die Plätze in der Schwitzhütte haben bei Heilungsritualen eine Bedeutung und sind verschiedenen menschlichen Problematiken zugeordnet.

 

Das Ritual in der Hütte beginnt mit der Einladung der Ahnen und Geister, deren unterstützende Energie zum Erfolg beiträgt. Dann folgen meistens vier Runden, jede Runde mit einem Thema:

 

Danken für alles, was mir widerfahren ist, was ich erlebt und gelernt habe.

Bitten für mich und andere (vor allem um Energie, Ideen, Einsicht).

Geben was ich verschenken möchte (Liebe, Wissen, Energie),

aber auch was ich loslassen will (negative Gedanken, schlechte Gewohnheiten).

Vision in Stille für Eingebungen und Erkenntnisse offen sein.

 

In den verschiedenen Runden wird eine unterschiedliche Anzahl von Aufgüssen gemacht: in der ersten Runde vier, in der zweiten sieben, in der dritte zehn, und in der letzten Runde „unendlich“ viele Aufgüsse.

 

Während des Schwitzhüttenrituals werden die ausgesuchten Steine in der nahe gelegenen Feuerstelle erhitzt, durch die Feuerhüterin in die Schwitzhütte getragen, mit Kräutern bestreut und mit Wasser übergossen. Diesen wiederholten Vorgang begleiten intensive Gebete, manchmal auch Trommeln und Gesang.

 

Schwitzen und Beten sollen eine äußere und innere Reinigung und die Wiedervereinigung mit dem Geist bewirken, damit der Mensch neu geboren wird. Die Schwitzhütte mit ihrer Kuppel gleicht nach der traditionellen Erklärung dem Bauch einer schwangeren Frau, die auf der Erde liegt. So kehren die Teilnehmer in den Bauch der Mutter und der Mutter Erde zurück und erleben durch die rituell aufgerufenen Energien eine Reinigung, Erneuerung und Neuschöpfung ihrer Lebensenergie.

 

Bau der Schwitzhütte

 

Die Schwitzhütte wird in der traditionellen Form in einem rituellen Vorgang aus Weidenstäben oder Haselnussruten errichtet. Die Stäbe werden in vorbereitete Löcher gesteckt, in Bögen angeordnet und durch vier Ringe kuppelförmig miteinander verbunden. In der Mitte der Hütte wird ein Loch für die heißen Steine gegraben. Die ausgehobene Erde häuft man neben dem Eingang zu einem „Heiligen Hügel“ auf.

 

In der Lakota-Tradition befindet sich die Feuerstelle sechs Schritte entfernt und ist durch einen Weg mit der Hütte verbunden. Das Feuer steht für die Sonne, die Hütte für die Erde, die durch die Sonne Energie erhält. Für ein Reinigungsritual werden bei den Lakota meist 32 und für ein Heilungsritual 64 Steine benutzt. Zum Gebrauch deckt man das Gerüst mit Fellen oder Decken ein. Eine Lakota-Schwitzhütte ist etwa 6 bis 7 Fuß (2 m) hoch und bietet 7 bis 8 Menschen Platz.

 

Der Schwitzhüttenbau unterliegt differenzierten Regeln, von der Wahl des Platzes über die Beachtung der Himmelsrichtungen, der Anzahl der zu verwendenden Holzstäbe und der symbolischen Darstellung von Elementen, Planeten und des Gleichgewichts der Kräfte. So werden bei den Lakota z. B. für eine Familienschwitzhütte 12 Weidenstäbe verwendet, während eine Hütte aus 16 Stäben für die Heilungsrituale der Medizinmänner vorgesehen sind. Der Eingang befindet sich bei den Lakota auf der Westseite, bei vielen anderen Stämmen auf der Ostseite.

 

Jeder Hüttenteil besitzt eine besondere Bedeutung. In der Lakota-Tradition stellen die vier Ringe die vier Schöpfungsphasen der höheren Geister, der verbündeten Geister, der untergeordneten Geister und der niederen Geister dar, die im einzelnen dann den Löchern der Weidenstäbe zugeordnet sind

 

Schamanische Arbeit mit Masken

 

Masken haben die Menschen seit Urzeiten fasziniert. In vielen Kulturen waren und sind sie Bestandteil von Festen und Übergangsritualen. Sie sind in allen Kulturen anzutreffen und der Umgang damit ist so alt wie die Menschheit selbst.

Die kreative Arbeit mit Masken ist mehr als eine pädagogische oder therapeutische Übung. Wie jedes schöpferische Tun beinhaltet sie einen Wachstumsprozess der heilsam ist. Masken zeigen uns das Verborgene, aber zugleich verbergen sie, befreien, erschrecken, erzählen, tanzen, verkünden, weinen, schreien, lieben, träumen und verwandeln uns in Ausdruck, Gefühl und Lebendigkeit.

Die Arbeit mit Masken ist ein Weg, sein Wesen zu entdecken und zu gestalten. Sie ermöglicht uns, immer neue Gesichter zu finden und Persönlichkeitsanteile zu erfahren und zu erspüren.

Die Maske bringt unbewusste Anteile ans Licht, die die Möglichkeit bieten, sowohl in pädagogischer, wie auch therapeutischer Arbeit eine Wandlung herbeizuführen. Jede Maske zeigt auch ein wahres Gesicht.

So können z.B. Schattenseiten gesehen, begegnet und angenommen werden und der Mensch kann in seiner körperlichen, seelischen und geistigen Dimension erfasst werden.

Die Möglichkeit, sich ausdrücken zu dürfen ohne bewertet und verurteilt zu werden, knüpft an Aktivitäten der frühen Kindheit an, die lustbetont und ungehindert erlebt werden konnten und die manchmal beeinträchtigt wurden oder verloren gingen. An diese frühen Erlebnisse kann eine Maskenarbeit anknüpfen, im Sinne von Integration und Heilung.

Das Gestalten und Spielen erleichtert es dem Menschen Bedürfnisse, Hemmungen, Ängste und Verhaltenweisen auszudrücken. Dadurch können Einsichten in die eigene Psychodynamik erlangt werden. Eine Angstmaske, kann dazu dienen, ein Gesicht zu erhalten, das zu Klarheit und Sicht führt.

Sansara Wilberg

Sansara Wilberg

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